Fast jeder dritte Deutsche muss mit einer Herz-Kreislauferkrankung rechnen, gleichzeitig sind Herz-Kreislauferkrankungen in Deutschland die häufigste Todesursache.

Eine Herz-Kreislauferkrankung stellt für die Betroffenen und ihre Angehörigen eine beunruhigende Belastung dar. Einschränkungen der körperlichen Leistungsfähigkeit, Medikamentennebenwirkungen, Angst und Unsicherheit beeinträchtigen die Lebensqualität oft erheblich. Eine besondere Qualität erhalten diese Probleme dann, wenn ein Ereignis wie Herzinfarkt, Bypass-Operation, Schrittmacher- oder AICD (automatic implantable cardioverter defibrillator) Implantation eintritt oder z.B. ein Medikament zur Hemmung der Blutgerinnungsfähigkeit auf Dauer eingenommen werden muss.

Angst und Unsicherheit werden durch fehlende Informationen und /oder Aufklärung über die Erkrankung und ihre Folgen verstärkt, aber häufig nicht wahrgenommen. Entsprechend werden die psycho-sozialen Folgen im Rahmen der medizinischen Therapie nicht erfasst. Einschränkung oder sogar Beendigung der Berufstätigkeit, fehlende soziale Unterstützung durch Angehörige oder einen intakten Freundeskreis verstärken die negativen Folgen der Erkrankung. Oft sind es auch vermeintlich unbedeutende Alltagsereignisse oder gewöhnliche Verrichtungen, die plötzlich zum Problem werden. Problematisch sind ebenso die Ängste und Unsicherheit der PartnerInnen, die möglicherweise zu Unter- oder Überforderungen des/der Betroffenen führen.

Der BMI ist ein einfaches Mittel, um zu prüfen, ob eine Person Untergewicht, Normalgewicht oder Übergewicht hat.
Mit Hilfe des folgenden Rechners können Sie Ihren BMI bestimmen lassen. 

(c) www.BMI-Rechner.biz

Eine gesunde fettarme Ernährung mit Obst und Gemüse wird den BMI in den meisten Fällen nach unten in den Normalbereich bringen!

Faustregel: Ab einem BMI von über 30 liegt eine Adipositas vor, die Sie unbedingt mit Ihrem Arzt abklären sollten.

Die Mitglieder einer Selbsthilfegruppe treffen sich regelmäßig zu Gesprächen um Erfahrungen und Erlebnisse auszutauschen.

Der Zusammenhalt ist geprägt durch eine gemeinsame Beeinträchtigung oder Bedrohung der körperlichen oder psychischen Unversehrtheit.

Die Aktivitäten einer Selbsthilfegruppe sind auf die gemeinsame Bewältigung von Krankheiten, und begleitenden psychischen oder sozialen Problemen gerichtet, von denen sie - entweder selber oder als Angehörige - betroffen sind. Teilnehmer einer Selbsthilfegruppe wollen sich (über die medizinische Versorgung hinaus) selbst helfen.

Dazu können sie in einer Selbsthilfegruppe

  • Kontakte knüpfen,
  • sich gegenseitig Unterstützung geben,
  • Beratung erhalten,
  • Informationen weitergeben,
  • Seminare organisieren,
  • Veranstaltungen mitgestalten.

 

Ein Herzinfarkt oder eine plötzlich aufgetretene gravierende andere Herzerkrankung wird von den Betroffenen (und deren Angehörige) oft als lebensbedrohendes und / oder traumatisches Ereignis wahrgenommen.
Die Krankheit zu akzeptieren, die Ängste zu bekämpfen, mit den (möglichen) Einschränkungen zu leben, einen neuen Lebensstil zu beginnen und dabei mit den alten Gewohnheiten (wie Rauchen) zu brechen, sind die Basis für den neuen Lebensabschnitt (nach einem Herzinfarkt).

Die Bewältigung der Krankheit und ihrer vielfältigen Auswirkungen stellt viele Patienten vor eine unlösbare Aufgabe.
Herzpatienten und ihre Angehörigen können in einer Herz-Kreislauf Selbsthilfegruppe Hilfestellung in dieser Phase finden. Später können sie eigene Erfahrungen weitergeben und anderen Mut bei der Bewältigung der Krankheit machen.
Herzpatienten in allen Ausprägungen und deren Angehörige werden als Hilfesuchende in einer Herz-Kreislauf Selbsthilfegruppe "herzlich" aufgenommen und beraten.
Herzpatienten in der Zweitpräventionsphase können sich gegenseitig motivieren und sich über ihre neu gewonnene Energie und Lebensfreude austauschen.
Risikopatienten, die ein Fortschreiten ihrer erkannten Erkrankung verhindern möchten, können vom Lebensstil Betroffener, und den Erfahrungen auf dem Weg dahin, profitieren.

Beruflich Vorgebildete sind gerne willkommen, um Ihr Wissen weiterzugeben.

Aus den Zusammentreffen einer Selbsthilfegruppe profitieren alle Teilnehmer.

  • Erstteilnehmer werden durch den Kontakt mit ebenfalls Betroffenen und Gleichgesinnten die Erkenntnis mitnehmen, dass sie mit Ihrem "Schicksal" nicht alleine dastehen.
  • Fortgeschrittene können ihre Erfahrungen und ihre Erfolgserlebnisse weitergeben und somit zur sozialen Integration innerhalb der Gruppe aktiv beitragen.
  • Alle Teilnehmer bereichern ihr Wissen durch Fachinformationen und Seminare. Durch die Teilnahme wirken sie der Gefahr einer inneren (persönlichen und seelischen) Isolation entgegen.
  • Patienten lernen ihre Krankheit besser kennen und erarbeiten sich eine Basis als mündiger Patient im Gespräch mit den behandelnden Ärzten.
  • Angehörige lernen es ebenfalls, ein Krankheitsbild besser zu verstehen, eigenen Ängsten entgegenzuwirken und den Betroffenen sachgerecht zu unterstützen.

Sie müssen gegründet und geleitet werden.

Die LAG hat sich zum Ziel gesetzt, flächendeckend in Schleswig-Holstein die Gründung von Selbsthilfegruppen zu fördern und zu unterstützen.
Pressemitteilungen, eine Telefonsprechstunde und die Broschüre "Tipps und Ratschläge für die Gründung und Leitung von Herz-Kreislauf-Selbsthilfegruppen" sollen Betroffene, die sich berufen fühlen eine Selbsthilfegruppe zu gründen, ansprechen und ermutigen, sich bei der LAG zu melden.