Aufgaben von Herzgruppenübungsleitern

Die Aufgaben können je nach Träger leicht variieren. Im Allgemeinen haben Herzgruppenübungsleiterinnen und Übungsleiter folgende Aufgaben:

  • Didaktisch-methodische Aufbereitung der Übungsinhalte unter Beachtung medizinischer, pädagogisch-psychologischer und sportmethodischer Prinzipien und Gesetzmäßigkeiten
  • Planung und Durchführung des Bewegungsprogramms unter Beachtung der individuellen Belastbarkeit des einzelnen Teilnehmers, nach Abstimmung mit dem Gruppenarzt und unter Beachtung der Eigenverantwortung und Sorgfaltspflicht
  • Mitwirkung an ergänzenden Inhalten und Rahmenprogrammen hinsichtlich der Lebensstiländerung
  • Enge Zusammenarbeit und Absprachen mit dem Gruppenarzt und dem Träger der Gruppe
  • Aktive Teilnahme am Qualitätsmanagement und Dokumentationspflicht
    • Verordnungsunterlagen (Muster 56)
    • Befähigung der Teilnehmer zum Führen der Teilnahmebestätigung und der Belastungsdokumentation
    • Gruppenliste
  • Prüfung einer möglichen Folgeverordnung gemeinsam mit dem Gruppenarzt
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Handbuch für ambulante Herzgruppen in Schleswig-Holstein

Eine vollständig überarbeitete Ausgabe des Handbuches für ambulante Herzgruppen in Schleswig-Holstein wurde von der Landesarbeitsgemeinschaft Herz und Kreislauf in Schleswig-Holstein e.V. (LAG) neu aufgelegt.
Das Handbuch ist als Unterstützung für die Träger und Betreuer der Herzgruppen gedacht und bietet allen in Frage kommenden Berufsgruppen eine vollständige Übersicht über die organisatorischen, rechtlichen und inhaltlichen Voraussetzungen für den Betrieb einer Herzgruppe.
Die Unterstützung und Förderung des Angebotes „Herzgruppe“ sowie die Betreuung der Herzgruppenträger, der betreuenden Ärzte und Übungsleiter ist ein wesentlicher Beitrag zur Verwirklichung des Gesundheitszieles „Verringerung der koronaren Herzkrankheit“, das von der Landesregierung im Jahr 2003 proklamiert wurde. In Ergänzung zur Erstprävention bieten die Herzgruppen ein flächendeckendes Programm zur Sekundärprävention von Herzerkrankungen. Von den Trägern der Herzgruppen in Schleswig-Holstein wird ein qualifiziertes Angebot vorgehalten, das für den Bereich der ambulanten Nachsorge chronischer Erkrankungen einmalig ist.
Die Erfüllung dieser umfangreichen Aufgabe wird ermöglicht durch die finanziellen Zuwendungen des Ministeriums für Soziales, Gesundheit, Familie und Gleichstellung des Landes Schleswig-Holstein, der Deutschen Rentenversicherung Nord, der AOK NordWest, der DAK Gesundheit, dem BKK Landesverband NORDWEST, der BARMER GEK sowie der Techniker Krankenkasse.
Das Handbuch kann gegen eine Schutzgebühr von 7 € pro Exemplar über die Geschäftsstelle angefordert werden.

Was ist steuerlich zu bedenken?

(Dieser Beitrag ersetzt keine Steuerberatung. Alle Angaben ausdrücklich ohne Gewähr auf Richtigkeit und Vollständigkeit.)

Steuerbefreiung für nebenberufliche Tätigkeiten nach § 3 Nr. 26 EStG

Voraussetzung für die Steuerbegünstigung ist laut Gesetz, dass es sich um eine pädagogisch ausgerichtete Tätigkeit für gemeinnützige Zwecke handelt. Dies wird angenommen, wenn der/die Übungsleiter/in oder der/die Betreuer/in durch persönliche Kontakte auf andere Menschen Einfluss ausübt, um die Entwicklung der Fähigkeiten dieser Menschen zu fördern.

Übungsleiter, die nebenberuflich bei gemeinnützigen Trägern – also meist Sportvereinen – Sport unterrichten / Herzgruppen betreuen, üben eine nach § 3 Nr. 26 EStG begünstigte Tätigkeit aus. So können Sie zusammen bis zu 2.400 € jährlich steuerfrei erhalten.

Sind Sie für mehrere gemeinnützige Träger tätig, müssen Sie jedem Träger einen Teil des gesamten Freibetrages formlos schriftlich zuweisen. Die Träger müssen dies auch jährlich schriftlich abfragen. Dies ist vielen Trägern leider nicht bekannt! Übersteigen Sie den Jahresfreibetrag von 2.400 € ist der übersteigende Betrag nicht sozialversicherungs- und steuerfrei! Sie müssen die rechtliche Grundlage Ihrer Tätigkeit dann neu regeln. Tun Sie dies nicht, bringen Sie sich und die Träger, für die Sie tätig sind, in Haftungsprobleme. 

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Buchempfehlung: Herzgruppenbetreuung in Theorie und Praxis

Ganzheitliche Rehabilitation bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen

„Herzgruppenbetreuung in Theorie und Praxis“ wendet sich an das interdisziplinäre Team in der kardiologischen Rehabilitation: Ärzte, Bewegungs- und Ernährungsfachkräfte, Psychologen und Psychotherapeuten sowie Präventions- und Integrationsexperten. Ein besonderer Schwerpunkt gilt dabei den Herzgruppen.

Das Buch erläutert die Grundlagen einer zeitgemäßen Rehabilitationspraxis mit folgenden Schwerpunkten:

  • Einbettung der kardiologischen Rehabilitation in das Gesundheitssystem und in moderne Rehabilitationskonzepte
  • somatisch-funktionelle, psychosoziale und edukative Zielstellungen und Zusammenhänge
  • Bewegungs- und Sporttherapie
  • Ernährungs-, Ess- und Genussverhalten
  • Stressbewältigung und Entspannung
  • Krankheitsbewältigung
  • Alltag, Freizeit, Lebensstil
  • Konzept und Umsetzung von Herzgruppen

„Herzgruppenbetreuung in Theorie und Praxis“ profitiert von den fachlich unterschiedlichen Hintergründen der Herausgeber und Autoren, die alle jeweils seit mehreren Jahrzehnten der kardiologischen Rehabilitation verbunden und Experten auf ihrem Gebiet sind.
Dieser Titel ist die Fortführung des bekannten Buches „Handbuch der Herzgruppenbetreuung“. Er greift dessen Themen auf und erweitert diese im Hinblick auf ein modernes Verständnis von Rehabilitation.

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