Informationen für Rehagruppenanbieter

Als Anbieter einer Rehagruppe finden Sie in diesem Bereich allgemeine öffentliche Informationen.
Als Mitglied bei uns stehen Ihnen weitergehende Informationen und Hilfestellungen - auch online im geschützten Bereich unserer Internetseiten zur Verfügung.
Insbesondere, wenn Sie Fragen zur Anerkennung von Rehagruppen im Bundesland Schleswig-Holstein haben, rufen Sie uns gern an.

Anbieterservice für Mitglieder der Landesarbeitsgemeinschaft Herz und Kreislauf in Schleswig-Holstein e.V.

Die LAG

  • ist offizieller Vertragspartner der Kostenträger, bestätigt die Erfüllung der Anerkennungsrichtlinien und spricht die Anerkennung der Herzgruppe / Reha-Gruppe aus.
  • Meldung an die Kostenträger mit vierteljährlicher Bestätigung der Anerkennungsrichtlinien
  • informiert und berät über die Voraussetzungen, die bei der Gründung und Betreibung einer Herzgruppe / Reha-Gruppe zu beachten sind, z.B. Finanzierung, haftungsrechtliche Fragen usw 
  • stellt ein „Handbuch“ für die Betreuer der Herzgruppen zur Verfügung
  • stellt Flyer „Die Herzgruppe am Wohnort“ kostenlos zur Verfügung, als Information für Patienten und zuweisende Ärzte (s. Anlage), ab 2018 auch für Rehagruppen
  • kostenlose Aufnahme in das Herzgruppenverzeichnis (ab 2018 auch inkl. Rehagruppen) für Schleswig-Holstein (Internet- und Print-Version)
  • stellt alle notwendigen Formulare für den Betrieb der Herz und Rehasportgruppen zur Verfügung (abrufbar im geschützten Mitgliederbereich)
  • stellt eine Notfallausrüstung für die Gründungsphase von Herzgruppen zur Verfügung
  • gibt zusammen mit der DGPR Empfehlungen für die Ausstattung der Notfallkoffer
  • Teilnehmer der Herzgruppen, die nicht Mitglied im Sportverein werden wollen sind über die LAG versichert (Nichtmitgliederversicherung)
  • Günstige Versicherung für Nicht-Vereine über die ARAG Gruppenversicherung
  • Übungsleiter Aus- und Fortbildung
  • Fortbildungen für Herzgruppenärzte
  • Vermittlung von Referenten für besondere Veranstaltungen
  • fachspezifische Informationen für die Betreuer  und Träger der Herzgruppen auf der Homepage www.herzintakt.net
  • wissenschaftliche Tagungen (z.B. 15. Landesweite Arbeitstagung am 11. November 2017)
  • bietet Informationsveranstaltungen für Herzpatienten an und gibt zweimal jährlich kostenlos ein Herzmagazin für alle Teilnehmer in den LAG Herzgruppen heraus (s. Anlage)
  • berät und informiert telefonisch und persönlich vor Ort

Ärztliche Betreuung von parallel stattfindenden Herzgruppen in räumlicher Nähe

Modifizierung der BAR-Rahmenvereinbarung, Ziffer 12.2 ab 31.07.2017

Seit dem 31. Juli 2017 ist es Anbietern von Herzgruppen möglich, nur noch eine ärztliche Betreuung für maximal drei parallel stattfindende Herzgruppen in räumlicher Nähe zu stellen. Dieser Regelung stimmten die Rehabilitationsträger der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) und der Deutschen Rentenversicherung (DRV) auf Bundesebene in einem gemeinsamen Abstimmungsprocedere einstimmig zu. Vorausgegangen war ein gemeinsamer Antrag der Deutschen Gesellschaft für Prävention und Rehabilitation von Herz-Kreislauferkrankungen (DGPR) und dem Deutschem Behindertensportverband (DBS) von Februar 2017.

Folgende Voraussetzungen müssen erfüllt sein, um die Betreuung durch nur eine/n Herzgruppenarzt/-ärztin sicherzustellen:

  • Die Übungsräume müssen auf einer Ebene liegen und untereinander schnell und barrierearm erreichbar sein
  • Der/dem anwesenden Ärztin/Arzt und den Übungsleitungen muss der kürzeste Weg zum Erreichen der verschiedenen Gruppen bekannt sein; das gilt auch für etwaige Vertretungen
  • Die Anwesenheitszeit der/des Ärztin/Arztes (gemäß Rahmenvereinbarung mind. 60 Minuten) muss zwingend innerhalb der Rehabilitationssportgruppen erfolgen und ist auf die jeweiligen Gruppen bedarfsabhängig zu verteilen
  • Der Defibrillator und der Notfallkoffer müssen zentral deponiert und zu jeder Zeit für alle Gruppen zugänglich sein
  • Im Falle eines Notfalles oder Unfalls ist die Übungseinheit in der betroffenen Gruppe abzubrechen und entsprechende Notfallmaßnahmen einzuleiten (Erste-Hilfe-Maßnahmen, Rufen des Rettungsdienstes).

Diese Regelung eignet sich insbesondere für Herzgruppen, die parallel in Mehrfachturnhallen trainieren, oder in geeigneten Praxisräumen o.Ä., wenn diese, wie oben erwähnt, schnell und barrrierearm erreichbar sind und auf gleicher Ebene liegen. Die räumliche Anforderung von 5 m² pro Teilnehmer (bei Herzgruppen mit 20 Teilnehmern somit 100 m² Raumgröße) ist entsprechend zu beachten.

Herzgruppen, die von dieser Regelung Gebrauch machen wollen, können sich umgehend mit ihrer anerkennenden Stelle in Verbindung setzen und den erforderlichen Nachweis über die einzuhaltenden Bedingungen erbringen. Ebenso sind die Herzgruppenteilnehmer sowie die verordnenden Ärzte über die von der BAR-Rahmenvereinbarung abweichenden Regelung zu informieren. Die jeweiligen anerkennenden Stellen, Schleswig-Holstein also die LAG Herz und Kreislauf als DGPR-Mitglied, wiederum sind angehalten, die Rehabilitationsträger (GKV und DRV) zu informieren, welcher Leistungserbringer von der neuen Regelung Gebrauch machen wird.

Rahmenvereinbarungen und Richtlinien

Folgende Rahmenvereinbarungen und Richtlinien gelten für Herz- und Rehasportgruppen der Landesarbeitsgemeinschaft Herz- und Kreislauf:

  1. Die Richtlinie der DGPR zur Durchführung von Rehabilitationssport in Herzgruppen und Rehabilitationsgruppen
  2. Rahmenvereinbarung der Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation (BAR) e.V. über den Rehabilitationssport und das Funktionstraining
  3. BAR Qualifikationsanforderungen für Übungsleiter
  4. Die Bestimmungen des Schutzes für Sozialdaten (SGB X, 2. Kapitel) werden beachtet.
  5. Alle Mitarbeiter haben die Einwilligungserklärung zur Schweigepflicht und zum Datenschutz unterschrieben.

 

Hinweise zur Herzgruppe

Die Vereine stellen sicher, dass die Notfallausrüstung den Bestimmungen der LAG für den Einsatz in ambulanten Herzgruppen entspricht und dass ein Arzt beim Übungsbetrieb stets anwesend ist.

Die Träger sind für den Einsatz Ihres Personals selbst verantwortlich. Zur eigenen Absicherung sollte der Verein sich nachweisen lassen, dass der Herzgruppenarzt tatsächlich Arzt ist. Achtung: Diese Tätigkeit sollte bei der Berufshaftpflichtversicherung gemeldet werden! Ärzte ohne eigene Versicherung können diese über die DGPR abschließen. Bitte sprechen Sie uns an!

 

Neue Dokumentationshilfen und aktualisierte Empfehlung für die Notfallkofferausstattung

Unsere Herzgruppenträger sollten sich mit ihren Zugangsdaten in den geschützten Mitgliederbereich einloggen. Dort liegen neue Dokumentationshilfen sowie eine aktualisierte Empfehlung für die Notfallkofferausstattung zum Abruf bereit.

Gesundheitsbildende Maßnahmen bei Herzgruppen

Die umfassende Nachsorge in einer Herzgruppe beinhaltet neben der Bewegungstherapie auch gesundheitsbildende Maßnahmen. In Schleswig-Holstein  finanzieren die Mitgliedskassen des vdek, die AOK NordWest und die DRV Bund für die Herzgruppen der DGPR entsprechende Schulungen innerhalb der verordneten Übungseinheiten. Für die Durchführung gilt bundesweit  das hier abgebildete Schulungskonzept.  Die zeitliche Abfolge kann flexibel gestaltet werden.

Anbei weiterführende Dokumente. Bei Fragen wenden Sie sich gern an die LAG-Geschäftsstelle.

Anhänge:
DateiBeschreibungDateigröße
Diese Datei herunterladen (GBM_27-02-2014_Checkliste_.pdf)ChecklisteGBM341 KB
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Diese Datei herunterladen (Anlage_Verpflichtungserklärung_GBM-Vorträge.pdf)Verpflichtungserklärung für VortragsmoduleGBM201 KB
Diese Datei herunterladen (GBM.pdf)Vortragsmodule für HerzgruppenträgerGBM53 KB