Projekt zum Ausbau der Frühdefibillation durch besseres Auffinden von AED

AEDLocator für Android-App

Ein herzliches Dankeschön geht an Florian Brede aus Hessen. Er hat ehrenamtlich für internetfähige Mobiltelefone mit Android-Betriebssystem eine Applikation programmiert. Mit dem "AEDLocator" bekommt man in Sekunden Standorte umliegender AED-Standorte angezeigt. Er blendet auch Entfernungen und eine Route vom aktuellen Standort des Telefons ein, was das Auffinden im Notfall erheblich erleichtert. Hierbei wird auf die Datenbank von aed-kataster.net zugegriffen.

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hlw ueberlebenswahrscheinlichkeit

Der plötzliche Herztod ist meist nicht vorhersehbar und trifft Menschen aller Altersstufen.

Wenn Sie können, besuchen Sie mal eine Informationsveranstaltung oder Schulung rund um das Thema AED. Auch wir bieten immer wieder solche Veranstaltungen kostenlos an. Schauen Sie einfach mal auf unsere Homepage herzintakt.net!
Aber auch ohne eine solche Veranstaltung können Sie helfen. Die AEDs sind so ausgestattet, dass Sie kein Vorwissen benötigen.

Behalten Sie in der Notfallsituation einen klaren Kopf. Haben Sie keine Angst. Die Überlebenswahrscheinlichkeit des Betroffenen steigt, wenn Sie helfen. Wenn Sie nicht helfen, schaden Sie.

Ihre öftlichen Rettungsdienste bieten Schulungen an, damit Sie sich vertraut machen können.

Die Schritte sind ganz einfach:
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Denken Sie bei Ihrem Notruf an die bekannten „W-Fragen“!
hlw notruf
Tipp, insbesondere für ländliche Regionen:
Die Rettungsleitstellen können Mobiltelefone im Notfall orten. In Pkws sind Rettungssysteme seit 2018 in Neuwagen Pflicht.

hlw aed

Zum Umgang mit einem AED
Haben Sie keine Angst.

  • Das Gerät leitet Sie durch die Prozedur.
  • Alle AEDs funktionieren ähnlich.
  • Das Gerät prüft den Herzrhythmus und analysiert, ob überhaupt ein Stromstoß abgegeben werden muss.
  • Folgen Sie den weiteren Anweisungen des AEDs.
  • Danach beginnen Sie mit der Herz-Druck-Massage und der Beatmung. Der AED leitet Sie auch durch diese Prozedur.
Sofern Sie genügend Ersthelfer vor Ort haben, sollte jemand dem Rettungsdienst entgegen gehen und einweisen.
Unser Merkschema

Notfallschema

aed2quelle Erkennen können Sie einen AED an dem nebenstehenden Symbol in Deutschland und in ähnlichen Ausführungen in vielen europäischen Nachbarländern.
aed logo

In vielen Ländern - so auch in Deutschland - wird fälschlicherweise das Hinweiszeichen aus den USA mit rotem Herzen und einem weißen Blitz verwendet, obwohl die Norm ein eigenes Symbol vorsieht. Deshalb führen wir dieses US-Zeichen hier ebenfalls auf. Wünschenswert wäre natürlich eine internationale Harmonisierung auf möglichst wenig unterschiedliche Hinweiszeichen.

Mit mehr als 130.000 Opfern ist der plötzliche Herztod immer noch die häufigste Todesursache in der Bundesrepublik.

Verursacht wird der Tod von täglich ca. 350 Menschen durch ein unkontrolliertes unproduktives Flimmern des Herzmuskels, dem sogenannten Kammerflimmern. Ähnlich, wie bei einem elektrischen Kurzschluss, kann das Reizleitungssystem des Herzens seine Funktion nicht mehr wahrnehmen, der Herzmuskel beginnt zu flimmern und kann seine Pumpfunktion nicht mehr ausführen. Der Kreislauf bricht zusammen, lebenswichtige Körperfunktionen versagen, nach ca. 10 Minuten ist der Betroffene nur noch selten zu retten. Die Herzdruckmassage zur Aufrechterhaltung des Kreislaufs und die Defibrillation des Herzens sind die einzigen effektiven Maßnahmen zur Wiederbelebung!

Mit der Basisreanimation kann zwar der Kreislauf notdürftig aufrechterhalten werden, das Kammerflimmern bleibt allerdings bestehen. Nur die elektrische Defibrillation (Entflimmerung) ist in der Lage die rhythmische Steuerung des Reizleitungssystems wieder herzustellen.

Das Verfahren der externen Defibrillation am Menschen wird seit gut 50 Jahren durchgeführt und hat in den letzten Jahren zur Entwicklung von Automatisierten Externen Defibrillatoren (AED), auch Laien-Defibrillatoren geführt.

In Deutschland sind verschiedene Geräte zugelassen, die sich alle durch eine sprachgestützte Anwenderführung und einfache Ein-, Zwei- oder Dreiknopfbedienung auszeichnen. Die Geräte verfügen über eingebaute Test- und Kontrollfunktionen, die eine korrekte Anwendung überprüfen und einen Missbrauch verhindern. Das Gerät analysiert die elektrischen Impulse des Herzmuskels und beurteilt, ob eine Defibrillation erforderlich ist oder nicht. Per Sprachanweisung wird der Anwender aufgefordert einen Elektroschock mittels Knopfdruck abzugeben, auch werden genaue Anweisungen zur Herzdruckmassage und Beatmung gegeben

Die Automatischen Externen Defibrillatoren (AED) wurden für die Anwendung für Laien entwickelt. Mit einem Gewicht von ca. 1,5 kg kann das kleine Gerät mühelos zum Einsatzort gebracht werden. Mit eindeutigen und ruhigen Sprachanweisungen führt das Gerät durch jeden Schritt der Anwendung, einschließlich Schockabgabe und Durchführung der Herz-Lungen-Wiederbelebung. Ein Schock kann nur bei nur bei Kammerflimmern mit Herzstillstand abgegeben werden, das Gerät analysiert mit 100%iger Sicherheit den Herzrhythmus, eine Falschbehandlung ist damit ausgeschlossen.

Empfohlen wird allerdings auf jeden Fall eine Anwenderschulung einschließlich Auffrischung der Kenntnisse über sonstige Erste-Hilfe-Maßnahmen.

Die Anwendung des Defibrillators ist so einfach, dass jeder das Leben eines Kollegen, Freundes oder einer anderen Person retten kann.

Steht kein Defibrillator unmittelbar zur Verfügung, muss die Zeit bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes mit der Herzdruckmassage und Beatmung überbrückt werden.

Zeit ist kostbar, bei einem plötzlichen Herzversagen können bereits nach drei bis fünf Minuten irreparable Hirnschäden auftreten, nach fünf bis acht Minuten schwerwiegende Herzschäden, nach zehn Minuten ist die Chance zur Wiederbelebung auf ein Minimum gesunken.

Nur unter sehr günstigen Voraussetzungen kann die alleinige Anwendung des AED eine erfolgreiche Wiederbelebung bewirken, grundsätzlich sind immer Herzdruckmassage und Beatmung die wesentlichen Maßnahmen, die ein Laie durchführen kann. Es sollte deshalb jeder Jugendliche und Erwachsene die lebensrettenden Maßnahmen erlernen, trainieren und regelmäßig auffrischen.

Die Landesarbeitsgemeinschaft Herz und Kreislauf in Schleswig-Holstein e.V. bietet entsprechende Informationsveranstaltungen für strukturierte Gruppen (Sportvereine, Seniorenbeiräte, Firmen, LandFrauen usw.) an, zertifizierte Kurse im Zusammenhang mit der „1. Hilfe“ werden überall von ortsansässige Sanitätsschulen regelmäßig angeboten.

Sparkassen- und Giroverband Schleswig-Holstein und LAG bauen AED-Kataster auf

Dass ein AED zusammen mit einer Herz-Lungen-Wiederbelebung Leben retten kann, ist hinlänglich bekannt.
Damit Sie wissen, an welchen öffentlich zugänglichen Standorten, Sie AEDs finden, haben wir im Jahr 2009 ein Online-AED-Kataster aufgebaut mit finanzieller Unterstützung des Sparkassen- und Giroverbandes Schleswig-Holstein. Inzwischen pflegt es die LAG allein fort und hat es für den bundesweiten Einsatz vorgesehen.

Ein Anliegen der LAG ist die Verbreitung von AEDs, die insbesondere an Orten zum Einsatz kommen können, die von vielen Personen aufgesucht werden (z. B. Einkaufszentren, Bahnhöfe, Schwimmbäder etc.). In den letzten Jahren haben erfreulicherweise zahlreiche Firmen, öffentliche Verwaltungen und andere Einrichtungen in Schleswig-Holstein AEDs installiert.

Wünschenswert ist daher eine systematische Erfassung der vorhandenen öffentlichen AED-Standorte.
Unseres Wissens werden aktuell bisher in keinem Bundesland entsprechende flächendeckende Erhebungen durchgeführt. Ein landesweites AED-Kataster hat den Vorteil, Transparenz über die Zahl und Aufstellungsorte der vorhandenen AED zu erhalten und den Bekanntheitsgrad dieser wichtigen Notfallmaßnahme weiter zu erhöhen.

Die Liste der AED-Standorte kann dann zukünftig über eine Internetseite öffentlich eingesehen werden.
Die Aufnahme der AEDs in die Datenbank (www.aed-kataster.net) ist kostenfrei. Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an Thomas Glüsing.

Wir freuen uns, dass schon viele Interessierte diesem Aufruf gefolgt sind und es somit ermöglichen, das erste landesweite AED-Kataster eines Bundeslandes in Deutschland zu erstellen.

Die Landesarbeitsgemeinschaft Herz und Kreislauf in Schleswig-Holstein (LAG) beschäftigt sich seit Jahrzehnten mit der Prävention und Rehabilitation im Bereich von Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Ein AED kann zusammen mit einer Herz-Lungen-Wiederbelebung Leben retten, die auch von medizinischen Laien durchgeführt werden kann.

Ein Anliegen der LAG ist die Verbreitung von AEDs an Orten, die von vielen Personen aufgesucht werden (z. B. Einkaufszentren, Bahnhöfe, Schwimmbäder etc.). In den letzten Jahren haben erfreulicherweise zahlreiche Firmen, öffentliche Verwaltungen und andere Einrichtungen in Schleswig-Holstein AEDs installiert.

Um im Notfall einen AED anwenden zu können, ist es natürlich Voraussetzung, dass am bzw. in der Nähe des Notfallorts ein AED verfügbar ist und dass der AED auch öffentlich zugänglich ist.

Deshalb hat die LAG mit der Unterstützung des Sparkassen- und Giroverbands Schleswig-Holstein im Jahr 2009 dieses AED-Kataster aufgebaut.

Unseres Wissens werden aktuell bisher in keinem Bundesland entsprechende flächendeckende Erhebungen durchgeführt. Das AED-Kataster für Schleswig-Holstein stellt das erste landesweite AED-Kataster in Deutschland dar.
Ein landesweites AED-Kataster hat weiterhin den Vorteil, Transparenz über die Zahl und Aufstellungsorte der vorhandenen AED zu erhalten und den Bekanntheitsgrad dieser wichtigen Notfallmaßnahme weiter zu erhöhen.

Die Aufnahme der AEDs in das Kataster ist kostenfrei. Wenn Sie auch einen AED anschaffen möchten, berät Sie die LAG gern und nennt Ihnen die gängigen Lieferanten. Die LAG verdient hieran nichts und finanziert sich ausschließlich aus Spenden und Zuschüssen.

Zum Dezember 2009 haben wir das Kataster auch für andere Bundesländer freigeschaltet, können aber aus finanziellen Gründen, keine eigenen Recherchen betreiben, an welchen Standorten es in anderen Bundesländern öffentlich zugängliche AEDs gibt.
Dennoch bieten wir wohl die umfangreichste Darstellung von AED-Standorten in Deutschland.

Wir sind also auf Spenden sowie die ehrenamtliche Mithilfe der Bevölkerung und von anderen Institutionen angewiesen.

Herzlichen Dank!

Dr. Klaus Lages ist zu Gast. In Minute 32 wird in dem Hamburger Magazin auch kurz unser AED-Kataster erwähnt. [Link zur NDR-Mediathek]